Nach einem Marathon weißt du eigentlich ziemlich genau, was du falsch gemacht hast. Du willst es nur nicht hören.
So war das bei mir. Das Rennen ist gelaufen, der Körper hat sich erholt, der Kopf hat sortiert. Und dann kommt dieser Moment, wo du ehrlich mit dir wirst. Nicht laut, nicht dramatisch. Einfach so, beim Kaffee oder beim ersten lockeren Lauf danach.
Du weißt, was war. Du weißt, was es gebraucht hätte.
Ich habe mir das alles aufgeschrieben. Weil ich ein Listenmensch bin. Weil mir Struktur hilft. Und weil es einen Unterschied macht, ob du nach einem Marathon einfach weitermachst wie bisher oder ob du wirklich was mitnimmst.
Einer meiner größten Fehler in Düsseldorf war, zu schnell loszulaufen. Klingt banal. Ist es aber nicht. Wenn du weißt, dass du es trotzdem gemacht hast, obwohl deine Herzfrequenz dir klar gesagt hat: Hey, nicht so. Dann ist das kein kleines Ding. Das ist Respekt vor der Distanz, den du dir erst noch erarbeiten musst. Und genau da setze ich an.
Weil ich mir nämlich etwas vorgenommen habe. Düsseldorf 2027. Mit einem klaren Ziel, einem echten Plan und einem langen Atem davor. Ob ein Marathon unter 4 Stunden realistisch ist? Mit dem, was ich jetzt weiß, mit dem, was ich trainieren werde: Ja: Ich glaube, es ist möglich.
Aber dafür ändert sich erst mal das Fundament. Phase 1 geht über Monate, langsam, bewusst, mit viel mehr Geduld als ich sie vielleicht gewohnt bin. Fettstoffwechsel aufbauen, Umfänge sachte steigern, keinen Stress. Klingt unspektakulär. Ist es aber nicht. Es ist genau das, was gefehlt hat.
Im Video nehme ich dich mit durch alle Learnings, erkläre dir meinen Dreiphasen-Plan und rede auch darüber, warum mir ein Marathon unter 4 Stunden als Ziel wirklich Sinn macht. Nicht weil ich Zielzeiten fetischisiere, sondern weil ein echter Plan auch ein echtes Ziel braucht.